Vinschgau
Das Tal der Hochgefühle im Nationalpark Stilfserjoch
Die Natur zeigt im Vinschgau vom 3.905 m hohen, weiß glänzenden Ortler über Almen und Hangterrassen bis hinunter in die Talböden mit Wein- und Apfelanbau eine wunderbare Vielfalt: Der 1935 geschaffene, 135.000 ha große Nationalpark Stilfserjoch ist ein gelungenes Beispiel für das friedliche Nebeneinander von Natur- und Kulturlandschaft. Rotwild, Gämsen, Steinbock, Murmeltier, Eulen und Steinadler sind hier noch auf Schritt und Tritt zu entdecken. Besonders stolz ist man auf die Bartgeier, die seit einigen Jahren im Nationalpark ein neues Zuhause finden. Eine “haarige” Attraktion sind die Yaks, tibetische Hochlandrinder, die Reinhold Messner in Sulden angesiedelt hat. Vielen weiteren Geheimnissen kommt man bei geführten Wanderungen durch den Nationalpark ebenso wie in den drei Besucherzentren auf die Spur: Das “culturamartell” (Martell) widmet sich der Kultur der Bergbauern einst und heute, das “aquaprad” (Prad) dem Leben im Wasser, das “naturatrafoi” (Trafoi) dem Leben im Hochgebirge. Reinhold Messner selbst lieferte zusätzliche Gründe, den Vinschgau zu erforschen. Der Mann, der als erster Mensch alle 14 Achttausender bezwang und Schloss Juval in Kastelbell/Tschars bewohnt, hat mit dem “MMM Messner Mountain Museum-Projekt” seinen “15. Achttausender” bezwungen: ein Gesamtprojekt, das in Zukunft an fünf Standorten die verschiedenen Aspekte alpiner Wirklichkeit beleuchten soll. Mit dem MMM Ortles zum Thema “Eis- und Kristallwelten” und dem MMM Alpine Curiosa in Sulden und dem MMM Juval zum “Mythos Berg zur “Religiösen Dimension” in Kastelbell/Tschars gibt es drei äußerst interessante Standbeine des MMM-Projektes im Vinschgau.
Viel zu sehen auf der Straße der Romanik
Wegen seiner vielen Sehenswürdigkeiten ist der Vinschgau ein Treffpunkt für Kulturreisende: Der versunkene Turm im Reschensee, die Churburg bei Schluderns, der Laaser Marmor oder das Schloss Juval zählen schon lange zu den sehenswerten “Pilgerstätten” des Vinschgaus. Nun gibt es erstmals die Möglichkeit, viele bedeutende Zeugen der Romanik Schritt für Schritt zu erleben: “Stiegen zum Himmel” nennt sich die Alpine Straße der Romanik, die ausgehend vom Schweizer Kloster Müstair, das nur 2 km von der Südtiroler Grenze entfernt liegt, die bedeutendsten mittelalterlichen Kulturstätten in Südtirol und Graubünden “auf die Reihe” bringt: Im Vinschgau zählen das Kloster Marienberg (1146) als höchstgelegene Benediktinerabtei Europas, St. Benedikt in Mals, der Fröhlichsturm, die Stadt Glurns, die Kirchen von Taufers, Prad, Burgeis und am Tartscher Bühel sowie wertvolle Stätten in Laas und Latsch dazu. Mit dem Kultur(s)pass 2006 gibt es alle diese romanischen Zeitzeugen und zusätzliche Kultur-Highlights wie die Fürstenburg, Ruine Lichtenberg, die Schlösser Kastellbell und Goldrain sowie einige Museen teilweise vergünstigt. Und mit fünf Kulturerlebnissen im Vinschgau darf man sich bereits die Kulturnadel anstecken.
Weitere Informationen:
Tourismusverband Vinschgau
I-39028 Schlanders, Kapuzinerstraße 10
Tel. +39 0473 737 000
Fax: +39 0473 737 011
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