Ritten bei Bozen

Die Rittnerbahn

Am 13. August 1907 wurde die Rittnerbahn eröffnet und erstmals war es nun möglich, ohne Kraftanstrengung von der Stadt Bozen auf den Ritten zu gelangen und den Höhenunterschied von knapp 1.000 m in damals unglaublich schnellen 90 Minuten zu überwinden. Schnell, zuverlässig und witterungsunabhängig brachte die moderne Einrichtung neben Personen auch Güter auf den Ritten und die Ortschaften entlang der Bahnstreckte entwickelten sich wirtschaftlich enorm.

Die Zahnradbahn überstand zwei Weltkriege, tiefgreifende politische Veränderungen und Wirtschaftskrisen und war bis in die 60er Jahre die Lebensader des Ritten.
1966 wurde die Seilbahn von Oberbozen nach Bozen eröffnet und diese ersetzte den Zahnradtrakt von Maria Himmelfahrt in die Landeshauptstadt. Seit damals ist es möglich in nur 12 Minuten vom Ritten ins Tal zu gelangen.
Am Ritten aber ist die Schmalspurbahn erhalten geblieben und sie verbindet auch heute noch ganzjährig die Ortschaften Oberbozen, Wolfsgruben, Lichtenstern und Klobenstein stündlich miteinander. Der Fuhrpark ist erweitert worden und ein ausrangierter Straßenbahnwagen aus Stuttgart ist angekauft worden, damit das historische Rollmaterial bei Regen geschont werden kann.

Bahn vom Ritten Ritten und Schlern

Rittner Horn

“Wer Tirol mit einem Blick will übersehen, der besteige diese Höhen.” Ludwig Purtscheller, ein Alpinist des ausgehenden 19. Jahrhunderts beschrieb so das Panorama vom Rittner Horn aus. Kein Gipfel versperrt die Aussicht auf das 360 Grad Panorama das sich hier oben auftut. Besonders die Dolomiten, die sich in einem Bogen von Südosten aus bis in den Süden spannen, sind ein imposanter Ausblick: vom Peitlerkofel über die Geißlerspitzen hin zum Schlern, weiter über den Rosengarten zum Latemar bis zum Schwarz- und Weißhorn.
Nördlich tun sich die weiten der Sarntaler Alpen auf, dahinter liegen die — Alpen. An schönen Tagen lässt sich vom Rittner Horn der Ortler ausmachen, und wer sehr viel Glück hat, der kann im Ost sogar den Großglockner erblicken.
Ein Ausflug auf das Rittner Horn ist an klaren Tagen ein bleibendes Erlebnis. Erreichbar ist der 2.260 m hohe Gipfel nach der Auffahrt mit der Umlaufbahn von Pemmern auf die Scharzseespitze nach einer Wanderung, die ca. 1 1/2 Stunden dauert und für jedermann machbar ist.

Sehenswertes von Menschenhand

Klobenstein: St. Antonius Kirche, 17. Jahrhundert
Lengmoos: Deutschordenskommende aus dem 13. Jh. Einst Hospiz.
Pfarrkirche von Lengmoos: aus dem 13. Jh., Kirchturm aus dem Jahr 1221.

Lengstein: Kirche zur Hl. Ottilie. Erste Erwähnung 1177.
St. Verena Kirche in Rotwand: errichtet auf keltischem Kultplatz. 1256 erstmalige Erwähung.
St. Nikolauskirche in Mittelberg: mit rotem Zwiebelturm: 1200 erbaut und um 1400 umgebaut und erweitert.
Wallfahrtskirche Maria Saal: 16./17. Jh. Sehenswertes Wanderbild: Muttergottes mit dem Regenschirm.

Pfarrkirche St. Luzia, Unterinn: ältestes Rittner Gotteshaus. 1400 umgebaut und erweitert und später barockisiert.
St. Sebastiankirche bei Unterinn: Pestgedächtniskirche aus dem 14. Jh.
Kirche der Hl. Georg und Jakob unterhalb von Maria Himmelfahrt mit schönen spätromanischen Fresken.
Pfarrkirche Oberbozen: erbaut 1989-91, modernste Rittner Kirche.

Hl. Kreuz Kirche in Kematen: 1895 mit sehr schmalen Turm erbaut. Exakter Nachbau der gotischen Kirche St. Walpurga in Göflan bei Schlanders.

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